Hebron

Al-Khalil, wie Hebron auf Arabisch heißt, bedeutet „Der Freund Gottes“. Die Stadt liegt auf vier Hügeln 35 km südlich von Jerusalem und ist eine der ältesten und dauerhaft bewohntesten Städte der Welt: Bereits vor 6.000 Jahren lebten hier Menschen. Hebron blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Griechen und Römer, Byzantiner und Perser herrschten hier, bevor die Stadt im 7. Jahrhundert von Muslimen erobert wurde. Unter ihnen entwickelte sich die größte Stadt der Westbank zu einem florierenden Handelszentrum. Ihr Markt ist bis heute für Händler aus rund fünfzig Dörfern in der Umgebung das wirtschaftliche Zentrum. In Hebron gibt es eine Industrie für die Verarbeitung von Weintrauben und dutzende von Steinbrüchen, die Marmor in arabische Länder exportieren. Darüber hinaus ist Hebron bekannt für sein Glashandwerk, seine Töpferei-, Leder- und Schuhproduktion.
Händler in Hebron
Hebron ist für alle drei monotheistischen Weltreligionen eine heilige Stadt, da hier nicht nur Ibrahim (Abraham), Isaac und Jakob sowie deren Ehefrauen Rebecca und Leah begraben liegen, sondern es war auch das erste Heim von Adam und Eva nach ihrer Vertreibung aus dem Paradies.